Gruppenangebote in meiner Praxis

ACT-Gruppe

Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) folgt der Annahme, dass unangenehme Erfahrungen (Schmerz, Probleme, Stress, Trauer, Angst, Enttäuschung etc.) zum Leben dazu gehören. Entscheidend für die psychische Gesundheit ist, wie flexibel wir im Umgang mit diesen Erfahrungen reagieren.

Im Rahmen der Gruppentherapie wird Wissen über die relevanten Kernprozesse der psychischen Flexibilität vermittelt; vor allem aber wird erlebnisorientiert daran gearbeitet, eingefahrene Muster zu verlassen, mit schmerzhaften Gefühlen und Gedanken flexibler umzugehen und herauszufinden, was Ihnen wirklich wichtig ist und danach zu leben. Dabei nutzen wir Bilder, Metaphern und viele kreative Übungen – ACT ist eine aktive Therapieform! In der ACT sitzen wir alle in einem Boot – der Austausch in der Gruppe untereinander ist ein wichtiger Faktor dieser Therapie.

In der ACT-Gruppe lernen Sie:

  • Bewusst im Augenblick zu leben
  • Offen für Erfahrungen zu sein
  • Engagiert zu handeln

Ziel ist psychische Flexibilität – und mehr Lebensqualität trotz bestehender Belastungen.

Die Gruppe ist besonders geeignet für Menschen mit Depressionen, Angststörungen, Somatoformen Störungen, bei mehreren Diagnosen, bei wiederkehrenden Erkrankungen wie bpsw. rezidivierenden Depressionen oder begleitenden körperliche Erkrankungen.

Auch wenn Sie bereits in einer vorherigen Therapie mit klassischer Verhaltenstherapie oder einem anderen Richtlinienverfahren gearbeitet haben, kann der neue Blickwinkel der ACT hilfreich sein.

Gruppe für Eltern /Menschen mit Kindern

Diese Gruppentherapie richtet sich an Mütter und Väter mit psychischen Belastungen. Unabhängig von Art der Diagnose ist meine Erfahrung, dass Eltern besondere Bedürfnisse in eine Psychotherapie mitbringen. Der konstante Mangel an der Ressource Zeit und der ständige Spagat zwischen Selbstfürsorge und Sorge für/um die Kinder stellen eine Herausforderung für die Selbstreflexion und die Umsetzung von Veränderungen dar.

In der Gruppe vermittle ich Ihnen bewährte Verhaltenstherapeutische Techniken (sozusagen die „Best off“) zur Verbesserung der psychischen Gesundheit. Dabei achten wir auf die Anpassung an einen Familienalltag. Manche Techniken, wie z.B. Achtsamkeit, Emotionsregulation, Atemübungen können auch mit Kindern angewandt werden.

Besondere Themenbereiche in der Gruppe sind unter anderem:

  • Überforderung und Erschöpfung
  • Schuldgefühle
  • Vereinbarkeit von Familie und eigenen Bedürfnissen
  • partnerschaftliche Herausforderungen

Gleichzeitig ist Raum und Flexibilität für Ihre eigenen Anliegen, so dass wir gemeinsam in der Gruppe einen Plan entwickeln, wo Schwerpunkte gesetzt werden sollen.

Gruppe für postpartale Depression

Viele Frauen erleben nach der Geburt emotionale Schwankungen. Wenn jedoch über mehrere Wochen anhaltende Niedergeschlagenheit, Erschöpfung oder innere Leere bestehen, kann eine postpartale Depression vorliegen.

Typische Symptome sind:

  • anhaltende Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit
  • starke Selbstzweifel als Mutter
  • Schuldgefühle
  • Erschöpfung und Antriebslosigkeit
  • Schlafstörungen (über das normale Maß hinaus)
  • Ängste oder übermäßige Sorgen um das Kind
  • Rückzug und Gefühl der Überforderung

Eine postpartale Depression hat nichts mit persönlichem Versagen zu tun. Sie ist eine behandelbare Erkrankung. Eine Psychotherapie ist sinnvoll, wenn:

  • die Symptome länger als zwei Wochen anhalten
  • die Beziehung zum Kind stark belastet ist
  • ausgeprägte Schuld- oder Versagensgefühle bestehen
  • der Alltag kaum noch bewältigt werden kann

Eine frühzeitige Behandlung kann einer Chronifizierung vorbeugen.

Die Gruppentherapie bietet einen geschützten Rahmen für Mütter nach der Geburt, um Informationen über die postpartale Depression zu bekommen, ihre emotionale Stabilität zurückzugewinnen wieder mehr Sicherheit im Alltag mit ihrem Kind zu erleben. Der Austausch mit anderen Müttern, fernab von Vergleichen, Bewertungen und überhöhten Vorstellung, kann dabei besonders entlasten. In der Gruppe lernen sie u.a.:

  • selbstkritische Gedanken anders zu bewerten
  • einen hilfreichen Umgang mit belastenden Gefühlen zu entwickeln
  • Überforderung zu reduzieren
  • eigene Bedürfnisse wieder wahrzunehmen
  • sich an persönlichen Werten als Mutter zu orientieren

Eigene Anliegen können selbstverständlich in der Gruppe eingebracht und besprochen werden.

Psychotherapeutische Grundversorgung

Die psychotherapeutische Grundversorgung ist ein erstes, zeitlich begrenztes Unterstützungsangebot. Sie richtet sich an Menschen, die unter psychischen Belastungen leiden und sich zunächst orientieren oder stabilisieren möchten. Ziel ist es, frühzeitig Entlastung zu schaffen, Ihre persönlichen Ressourcen zu stärken und gemeinsam zu prüfen, ob eine weiterführende Psychotherapie empfehlenswert ist. Auch wenn Sie unsicher sind, ob eine Gruppentherapie für Sie in Frage kommt, ist eine Teilnahme an der Psychotherapeutischen Grundversorgung eine gute Möglichkeit, dieses Setting auszuprobieren. Diese Gruppe besteht aus 4 Terminen. Danach können Sie gemeinsam mit mir entscheiden, ob eine weiterführende Behandlung für Sie das Richtige ist.